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JUDO- Geschichte

 

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Es ist schon viel über die Geschichte des Judo geschrieben worden. Vieles davon ist doch eher Legende. Wenn keine Tatsachen und Entwicklungen mehr bekannt sind, werden sie im Lauf der Jahrhunderte erfunden und ausgeschmückt.

So soll der junge Chinese Li Tei Feng irgendwann gesehen haben, wie ein kleiner Baum dem Sturm nachgab und hierdurch unversehrt blieb. Dies soll ihn zur Schaffung des Jiu Jitsu (Judo), der sanften Kunst, angeregt haben.

"Erfunden" wurde Judo in Japan. Nährboden für die Ideen und die Kampfkunst ist das Jiu Jitsu. Vermutlich ist es im 10. und 12. Jahrhundert von China nach Japan gebracht worden, wo es von der Ritterkaste der Samurai etwa im 16. Jahrhundert für kriegerische Zwecke systematisch geübt und streng geheimgehalten wurde. Die japanischen Ritter hatten eine tragende Rolle im Staat. Für ihre physische Fitness übte man neben Judo auch andere Kampfkünste wie Ken Jitsu, Naginata Jitsu, Yari Jitsu, Jo Jitsu, Tanto Jitsu, Kyudo, Hoba Jitsu und viele andere mehr. In den verschiedenen Schulen wurden die Techniken gepflegt und es wurden teilweise eigene Anschauungen in neue Techniken umgesetzt.

1868 erzwangen die USA durch den Einsatz von Kriegsschiffen die Öffnung des bis dahin isolierten Japan für den Westen. Andere Sportarten verdrängten die japanischen Kampfkünste.

Jigoro Kano ist es zu verdanken, dass sie nicht in Vergessenheit gerieten. Er lernte bei Meistern verschiedener Schulen. 1882 gründete er eine kleine Übungsstätte (Dojo) mit 12 Matten. Mit 9 Schülern im Jahre 1884 begann der Siegeszug japanischer Kampfsportarten. Durch seine hervorragenden pädagogischen Fähigkeiten, gelang es ihm die wirksamsten Techniken zu vereinen und zu lehren.

Seit der Jahrhundertwende verwandelte sich das Kano Judo langsam in eine Wettkampfsportart.

Seit dieser Zeit erfreut es sich auch großer Beliebtheit in Europa. Katsukuma Higashi geht als erster wichtiger Lehrer ins Ausland. 1905 erscheint unter seiner Federführung die ersten Bücher in englisch, französisch und deutsch. Erich Rahn eröffnete 1906 in Deutschland die erste Schule. Alfred Rhode popularisierte das Judo in Deutschland. Er errichtete 1924 im Frankfurter Stadion eine internationale Sommerschule für Judo, mit japanischen Meistern als Lehrer.

 

 

 

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